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Welt des EsperantoWir berichten über große und kleine Ereignisse in der Welt des Esperanto: Touristische Treffen, Seminare, Kongresse und besondere literarische Neuerscheinungen.
Am 26. Juli 1887 veröffentlichte Dr. Samenhof1, seines Zeichens Augenarzt und damit für damalige Sprachwissenschaftler nicht zuständig für solche Dinge, in Warschau das erste Lehrbuch einer neuen internationalen Sprache (Lingvo Internacia) unter dem Pseudonym Esperanto (der Hoffende). Eine leicht erlernbare, neutrale Sprache mit internationalem Wortschatz und regelmäßiger Grammatik sollte und soll die Kommunikation zwischen den Völkern vereinfachen. Die Dominanz einer oder mehrerer Nationalsprache erkannte man schon damals als problematisch und ungerecht. Quer durch alle politischen Lager fanden sich Befürworter. In der Zwischenkriegszeit erlebte Esperanto seine Blütezeit trotz vieler politischer Widerstände. Politische Repressionen, zwei Weltkriege, der Kalte Krieg und verschiedene staatliche Einschränkungen bis in die 1980er Jahre erschwerten Anwendung und Verbreitung. Zwei Beschlüsse der UNESCO aus den Jahren 1954 und 1985 bestätigten jedoch die Position des Esperanto als kulturelle Errungenschaft der Menschheit und verweisen auf seine Vorteile im gegenseitigen Dialog, in der Kommunikation und bei der Annäherung von Menschen aller Kulturen und Sprachen. Esperanto findet naturgemäß vor allem im kulturellen und auch im touristischen Bereich Anwendung. Jährlich erscheinen 150 bis 200 Bücher in der internationalen Sprache, dazu CDs und Videos mit Musik und Poesie. Hunderte von Zeitschriften, Zeitungen und Informationsblättern verbinden die Sprachfreunde. Das Internet bietet den Esperantisten heute eine neue Plattform für ihre vielfältigen Aktivitäten. 1 Der Name wird heute üblicherweise in der Esperanto-Form geschrieben: Zamenhof. Zuletzt geändert am: 11.11.2012 um 14:01 Zurück |
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